Schwimmen mit Robben im MSC Warnemünde, Deutschland

Erlebnis vom 14. August 2015

Vor einiger Zeit bekam ich zum Geburtstag einen ganz besonderen Gutschein geschenkt: Einmal schwimmen mit Robben im MSC Warnemünde, im Norden Deutschlands. Lange habe ich mich geziert, diesen Gutschein einzulösen – schliesslich ging es dabei um meinen grössten Kindheitstraum – und den erfüllt man sich schliesslich nur einmal im Leben.

Die Lichtenfels – Heimat des Robbenforschungszentrum MSC Warnemünde

Um 4 Uhr in der Früh machten wir uns also mit dem Auto auf den Weg nach Basel, von wo aus wir mit EasyJet nach Hamburg flogen. Von Hamburg aus ging es dann weiter mit dem Mietwagen nach Warnemünde.

Das Robbenforschungszentrum Hohe Düne gehört zur Universität Rostock und liegt an der Ostmole. Es verfügt über mehrere Aussenbecken, die von 8 Robben (Filou, Moe, Luca, Nick, Bill, Henry, Sam, Paco und Marco), 2 Seelöwen (Eric und Teun) sowie dem Seebären Fin bewohnt werden.

Robbe Bill geniesst ein paar Streicheleinheiten

Bevor es mit den Robben ins Wasser geht, erfahren wir von Doktorandin Tamara allerlei wissenswertes über das Forschungszentrum und die Tiere, die dort leben. 

Natürlich werden Robben auch mal krank oder müssen Vorsorgeuntersuchungen des Tierarztes über sich ergehen lassen. Damit dies für die Tiere so stressfrei wie nur möglich vonstatten geht, werden die Robben täglich abgetastet. Dazu erhalten sie von den Wissenschaftlern ein Kommando, sich flach auf den Bauch oder den Rücken zu legen – und es gibt auch Kommandos für das Öffnen der Schnauze oder das Rausstrecken der Zunge. So erleben die Robben den Besuch des Tierarztes wie eine ganz alltägliche Trainingseinheit, und nicht wie einen streissreichen und angsteinflössenden Ausnahmezustand

Luca dockt am gelben „Target“ an.

Der gelbe Ball an der Stange ist ein sogenanntes Target, wie Tamara uns erklärte. Die Robben sind darauf trainiert, wenn immer das zugehörige Kommando ertönt, mit der Schnauze an das Target anzudocken, und diesem zu folgen, bis das nächste Kommando oder Handzeichen der Begleitperson folgt. Dasselbe kann Luca auch, wenn der Betreuer oder die Betreuerin ihm die Faust entgegenstreckt.

Obwohl Robben an Land relativ träge wirken und ihre Fortbewegungsart durchaus witzig aussieht, sind sie im Wasser wahnsinnig schnell und wendig – im Wettrennen hatte keine von uns auch nur den Hauch einer Chance, schneller wie Luca am Beckenrand zu sein. 

Der Nachmittag – besonders das Schwimmen mit Robben, war wirklich unvergesslich schön. Mit der GoPro Hero 4 Black Edition – die ich eigens für dieses Erlebnis gekauft habe – habe ich versucht, einige Momente festzuhalten. Diese habe ich dann zuhause mit iMovie zu einem Video zusammengeschnitten, das ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Ich hoffe es gefällt Euch – es ist mein erster Versuch und hat bestimmt noch Verbesserungspotential. 

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